Allgemeine Übersicht: Was sind Motorradclubs?

Seit es Motorräder gibt haben deren Fahrer sich zusammengeschlossen. Die ersten dieser Gemeinschaften gab es im deutschsprachigen Raum schon Ende des 19. Jahrhunderts. 1903 gründete man die Deutsche Motorradfahrer-Vereinigung, aus der später der ADAC hervorging. Dieser aber legte seinen Fokus bald auf die neuen und mehr populären Autos.

Man unterscheidet heute zwischen markenbezogenen Clubs und markenunabhängigen Clubs. Jene mit einem Bezug zu einer Marke oder gar einem Motorradtyp verlangen diesen als Pflichtfahrzeug, zum Beispiel die Golden Wings Clubs und die Harley Davidson Vereinigungen. Spielt die Marke keine Rolle, dann ist es oft eine regionale Zugehörigkeit. Gerade in kleineren Städten schließen sich Motorradfreunde zusammen, um gemeinsame Abende zu verbringen und Ausflüge zu machen.motorcycle-1827482_960_720

Ein Ausnahme bilden übrigens die Endurofahrer. Sie schließen sich entweder als eine Untergruppe einem bestehenden Motorradverein an oder gründen ganz eigene Vereinigungen. Grund dafür ist vor allem das unterschiedliche Terrain (Off-road/Straße) das beide Kradtypen benutzen.

Auf Bundesebene sind die Motorradvereine und -clubs vor allem Interessenvertretungen gegenüber der Politik und der Öffentlichkeit. Sie machen klassische Lobbyarbeit und versuchen die Interessen ihre Mitglieder nach außen zu vertreten. Es werden aber auch deutschlandweite und sogar internationale Treffen der Motorradfahrer organisiert.

Auf regionaler und lokaler Ebene geht es meist sehr familiär zu. Hier steht die Gemeinsamkeit im Mittelpunkt und die Freude am Motorradfahren. Die Ausfahrten finden in der Regel in den Sommermonaten statt. In vielen Städten und Gemeinden haben Motorradclubs auch eigene Vereinsheime, in denen man Feste feiert und das gesellige Beisammensein zelebriert.

Viele Motorradclubs sehen sich aber auch in der Pflicht, was die Verkehrserziehung angeht. Immer wieder wird man Vertreter von Clubs bei Diskussionen und Veranstaltungen rund um die Verkehrssicherheit antreffen, um ihre Positionen darzustellen. Diese soziale Arbeit der Motorradclubs kann unter Umständen Leben retten: Das von Fahrern, vom Sozius aber auch von anderen Verkehrsteilnehmern.

Kaum noch anzutreffen sind übrigens Rennen auf öffentlichen Straßen, die von Motorradclubs veranstaltet werden, weil dem der Gesetzgeber einen Riegel vorgeschoben hat.

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